Ein Treffen mit dem LSVD Saar im Checkpoint

An diesem Freitag den 22. Juni konnte ich Irene Portugall eine der 7 Vorstandsmitglieder*innen vom LSVD (Lesben- und Schwulenverband in Deutschland) Saar in ihren Räumlichkeiten dem Checkpoint in Saarbrücken treffen.

Der Checkpoint befindet sich in der Mainzer Straße Nummer 44. Sie können ihn zu Fuß in 20 Minuten vom Hauptbahnhof oder vom Busbahnhof in Saarbrücken einfach erreichen. Sie können es ebenfalls mit der Saarbahn erreichen (hier geht es zum Fahrplan der Saarbahn) in dem Sie an der Haltestelle Uhlandstraße aussteigen. Von dort aus folgen sie der Uhlandstraße bis zur Mainzer Straße, dann bis zur Nummer 44. Falls Sie mit einem Wagen kommen gibt es Parkmöglichkeiten in der Mainzer Straße.

Der Checkpoint ist der Raum des Vereins LSVD Saar der viele Gruppen und Veranstaltungen beherbergt. In den Schaufenstern sind viele Plakate der verschiedenen kommenden Veranstaltungen und verschiedene Regenbogen Flaggen aufgehängt. Es ist ein sehr einladender und offener Raum. Innen erwarten Sie eine Bibliothek und gemütliche Sofas. Im ersten Teil des Raumes befindet sich ein Beamer, der zum Beispiel für Statistik-Päsentationen wärend Veranstaltungs-Vorträgen genutzt werden kann. Im zweiten Teil gibt es ausgiebige Flyer, Postkarten und LSBTQ Infomaterial. Der hintere Teil ist mit einer Küche ausgestattet gegenüber vom Büro des Vereines.

       

      

Der Checkpoint „bietet einen geschützten Raum für Beratung und Veranstaltungen und dient als Treffpunkt der verschiedenen LSVD-Gruppen“.*

Mehr Informationen über den Checkpoint und seine Angebote findest man auf der Homepage.

Am Freitag den 22. Juni hatte ich die Gelegenheit Irene Portugall, die unter anderem für den LSVD Saar einen großen Teil des Christopher Street Day SaarLorLux (CSD) in Saarbrücken organisiert. Sie hat mir die Räumlichkeiten und ein paar andere Lokalitäten, die der LSBTQ Szene angehören vorgestellt. Zum Beispiel das Filmhaus, das Einraum ein Nachtcafé; das History seit über 20 Jahren ein LSBTQ Bistro mit dem Besitzer „Richie“, in dem man Regionale Gerichte genießen kann. Ein Teil der historischen Stadtmauer von Saarbrücken kann übrigens im History, das am St. Johanner Markt liegt, bewundert werden. Empfehlenswert ist auch die XL Sauna und Lounge ; sowie am zweiten Samstag des Monats die Finally, Party for Gays, Lesbians & Friends : ein Abend für Lesben, Schwule und Freude, der in der Konzerthalle Garage veranstaltet wird.

Irene sagte, dass sie seit einigen Jahren eine ständige Zunahme an der Transgender Thematik beobachtet. Der LSVD Saar hat eine Transgender Gruppe, die sich monatlich im Checkpoint trifft.

Außerdem unterstützt der LSVD Bund Transgender-Personen aktuell mit einer Unterschriften Aktion und hat dazu beigetragen, dass die Löschung der Transidentität in der Liste der Psychischen Krankheiten des WHO 2022 gelöscht wird.

Irene unterstreicht die Wichtigkeit der Verbindungen zwischen den LSBTQ* Verbänden für die Großregion unterm Regenbogen und die Kontaktpflege untereinander. Eine Aufhebung der Grenzen sei im europäischen Sinne wünschenswert. Sie bestätigte auch die Wichtigkeit von einander zu lernen und die Liebe in allen Formen zur respektieren wie auch der Slogan des LSVD Saar sagt: „Liebe verdient Respekt“.

Im Laufe des Abends konnte ich auch die Jugend Gruppe des LSVD Saar „Familie Megalon“ treffen. Es ist ein seit Jahren offener, selbstorganisierter LGBT*Jugendtreff. Die Jugendlichen sind sehr lebendig und aktiv und derzeit zwischen 14-24 Jahren alt. Sie haben verschiedene Verantwortungen wie zum Beispiel die Teilnahme an der Organisation ihres Treffens.

Hier finden Sie die Aktualitäten des Vereines.

Nun ein bisschen Geschichte: Der LSVD Saar ist eine der beiden LSBTQ Organisationen im Saarland, außer ihnen gibt es noch den « Arbeits Kreis Queer ». Außerdem bietet die Aidshilfe Saar schwulen Männern und die Frauengenderbibliothek bei einigen Veranstaltungen auch lesbischen Frauen eine Anlaufstelle.

Der Arbeitskreis Queer ist eine saarländische Universitäts Gruppe die Diskussionen über Queere Themen führt und gegen Klischees, Tabus und Diskriminierung im universitären Bereich kämpft. Diese Studenten informieren, manifestieren, sensibilisieren und feiern auch ihren LSBTQ Stolz.

Der LSVD Saar existiert seit über 20 Jahren: Alles fing mit dem SVD einem Schwulen Verein in den 90igern an. 1999 wurde dann im SVD einstimmig beschlossen auch Lesben mit aufzunehmen und ein L kam vor das SVD. Nach dem Umzug des LSVD Saar von der Blumenstraße in die Mainzer Straße öffnete 2006 der LSVD-Checkpiont seine Türen.

Hier finden Sie 20 Jahre der LSBT Geschichte in Deutschland.

Bezüglich der Sensibilisierung und Bildung für mehr Vielfalt hat der LSVD Saar die Gruppe LSVD Schule gegründet, die seit mehreren Jahren saarlandweit mit gesellschaftspolitischen Aufklärungsworkshops gegen Homophobie in alle Schulformen und außerschulische Jugendeinrichtungen geht. Es ist eine Gruppe von ausgebildeten, jungen Lesben und Schwulen, die als Teamer*innen in Workshops Jugendliche gegen Mobbing und für die Diskriminierungserfahrungen von Homosexuellen in unserer Gesellschaft sensibilisiert. Während dieser Workshops tragen die Teamer*innen diese T-schirts mit der Aufschrift „Homophobia Hunter“:

Im letzten Jahr haben rund 600 Personen von diesen Workshops profitieren können. Diese können in Berufsschulen, Inklusionsschulen, Förderschulen, Flüchtlingsklassen, Wissenschaftlichen und Technischen Hochschulen stattfinden. Diese Workshops haben großen Erfolg. Oftmals kommen nach den Workshops Jugendliche in der Coming-out Phase Rat und Hilfe suchend in den Checkpoint.

Der Checkpoint des LSVD Saar ist auch ein Treffpunkt für die LSVD Migrationsgruppe „Strangers are friends“, deren Mitglieder überwiegend Geflüchtete sind, die wegen ihrer Homosexualität in ihren unterschiedlichen Herkunftsländern verfolgt werden.

Wenn der Checkpoint räumlich zu klein ist um eine größere Veranstaltung mit vielen Besuchern durchzuführen, mietet der LSVD Räume außerhalb an. So fand die Veranstaltung « Islam und Homosexualität » im Saarbrücker Schloss statt, der Vortrag « Out im Office »(zum Thema Umgang mit  Trans*und Homosexualität in der Arbeitswelt) zum Beispiel im Europa Bahnhof in der Stiftung Demokratie Saarland und die große Veranstaltung zum Thema « Coming-out-und dann… ?! » wird am 14.September im saarländischen Ministerium für Bildung und Kultur stattfinden.

Die nächste Veranstaltung : „Coming-out-und dann…!?“ ist ein Vortrag mit anschließender Diskussion von Dr. Claudia Krell um das Thema der Konsequenzen des Coming-outs und den erlebten Erfahrungen oder Diskriminierungen, die junge Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender durchmachen. Diese findet am 14. September um 19:30h, im Bildungsministerium statt.

*vom Präsentations Heft der groß Region unterm Regenbogen

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