Bildung

Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Trans*Inter* in den Bildungseinrichtungen der Großregion

 

Wer erinnert sich an einen offen lebenden schwulen Mitschüler, an eine lesbische Mitschülerin an eine Trans*, ein Intersex Person? Noch immer ist für Schwule, Lesben, Bisexuelle und Trans*und Inter*Personen nicht selbstverständlich, was jede heterosexuelle Schülerin, jeder heterosexueller Schüler während der Schulzeit erlebt: flirten, jemanden kennenlernen, sich verlieben. Studien zeigen in trauriger Regelmäßigkeit, dass Homo- Bi- und Transphobie feste Bestandteile in Klassenräumen, Freizeiteinrichtungen und auf Schulhöfen sind. Unter diesem Klima gegenseitiger Feindseligkeit leiden alle: diejenigen, die es erzeugen, die es miterleben und die damit verletzt und ausgegrenzt werden. Workshops in den Bildungseinrichtungen der Großregion thematisieren Diskriminierungsmechanismen und geben authentische Einblicke in gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Geschlechtervielfalt.

Diese Workshops leisten damit einen grundlegenden Beitrag zu nachhaltiger Akzeptanz, Gewaltprävention und demokratischer Menschenrechtsbildung. Denn unser Ziel  ist eine Gesellschaft vielfältiger menschlicher Lebensentwürfe – ohne Ausgrenzung und Homosexuellen-, Bi- und Trans*und Inter*feindlichkeit.

Warum Informationen über gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Geschlechtervielfalt wichtig sind?

Die pädagogische Psychologie hat festgestellt, dass ein großer Teil der Leistungsunterschiede bei Schülern_innen über das Klima in der Klasse erklärt werden kann.

Vor diesem Hintergrund wird das Ziel der Information über gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Geschlechtervielfalt deutlich: Es geht darum, die Grundlage für ein Klima demokratischer Grundhaltung zu schaffen, das der Vielfalt menschlicher Lebensentwürfe Respekt zollt. Durch Aufklärung, die die Bildungsprojekte damit in der Großregion leisten, setzen sie sich für Respekt gegenüber gleichgeschlechtlichen Lebensweisen und Geschlechtervielfalt ein. Studien in Deutschland weisen nach, dass fast zwei Drittel der Jugendlichen Lesben und Schwule nicht oder überhaupt nicht gut finden (vgl. Iconkids & Youth, 2002) und auch 90% der pädagogischen Fachkräfte beurteilen das Schulklima als nicht homosexuellenfreundlich (DJI- Studie, München 2011).

Das schlägt sich natürlich im Klima der Bildungseinrichtung nieder und beeinträchtigt heterosexuelle Schüler_innen, schwule, lesbische, bisexuelle, und trans* und inter*Jugendliche, Schüler_innen mit Migrationshintergrund, Kinder und Jugendliche mit einer Behinderung – unter einem Klima, das von Ablehnung, Ausgrenzung und Feindlichkeit geprägt ist, leiden ALLE.

So leisten die Bildungsprojekte in der Großregion einen grundlegenden Beitrag zu Akzeptanz, effektiver Gewaltprävention und ganzheitlicher Gesundheitsförderung.

 

 

In Rheinland-Pfalz, das Projekt SCHLAU RLP (kostenfrei)

 

Im Saarland: das Projekt LSVD-Schule (kostenfrei)

 

    

 

In der Region Grand-Est: COULEURS GAIES (kostenfrei)

 

In Luxemburg: ROSA LETZEBUERG (kostenfrei)

 

CIGALE (kostenfrei)